FAQ

Sie haben Fragen? Wir habe die Antworten.

WIE ERLERNT MAN DAS TAUCHEN?

Ein brevetierter Taucher zu werden ist eine coole Sache! Die Brevetierung (d. h. das Erhalten eines Taucherausweises) beinhaltet drei Phasen:

1. Entwicklung der Kenntnisse

Während der ersten Phase deines Tauchunterrichts erlernst du Grundprinzipien des Tauchens, wie etwa:

  • Was bei der Planung von Tauchgängen zu beachten ist.

  • Wie du die für dich richtige Tauchausrüstung wählst.

  • Unterwassersignale und andere Verfahren beim Tauchen.

 

Diese wertvollen Informationen eignest du dir an, indem du das PADI Open Water Diver Manual liest oder die Tablet-Version PADI Open Water Diver Touch™ verwendest, oder indem du online mit dem PADI eLearning® Programm lernst. Am Ende jedes Kapitels beantwortest du Fragen zu den Inhalten, um sicherzustellen, dass du alles verstanden hast. Während deines Lernens lasse deinen PADI Instructor wissen, ob es irgendetwas gibt, das du nicht verstehst. Am Ende des Kurses musst du die Fragen der Abschlussprüfung beantworten, womit sichergestellt wird, dass du fundierte Kenntnisse über die Grundlagen des Tauchens hast.

Du wirst dir auch Videos anschauen, in denen du dir vorab die Tauchfertigkeiten ansehen kannst, die du in einem Schwimmbad oder in einem Gewässer mit schwimmbadähnlichen Bedingungen üben wirst. Zusätzlich zum Video wird dir dein Tauchlehrer bzw. deine Tauchlehrerin jede der Tauchfertigkeiten vorführen.

 

2. Tauchgänge in „Confined Water“

Hier findet das statt, worum es eigentlich geht – Tauchen. Die grundlegenden Fertigkeiten des Tauchens wirst du in einem Schwimmbad erlernen, oder in einem Gewässer mit schwimmbadähnlichen Bedingungen – bei PADI heißt das „Confined Water“; dies kann auch ein begrenzter Bereich im Freiwasser wie etwa einem ruhigen See sein. Die in deinem Tauchkurs erlernten grundlegenden Fertigkeiten des Tauchens werden dir helfen, dass du mit deiner Tauchausrüstung vertraut wirst und die Unterwasserwelt erkunden kannst. Einige der wichtigsten Fertigkeiten, die du lernst, sind:

  • Das Herrichten deiner Tauchausrüstung.

  • Wie du Wasser aus deiner Tauchermaske herausbekommst.

  • Das Einsteigen ins Wasser und das Aussteigen.

  • Tarierungskontrolle.

  • Grundlagen des Navigierens unter Wasser.

  • Sicherheitsverfahren.

 

Du wirst diese und andere Fertigkeiten mit deinem Tauchlehrer üben, bis du ein gutes Gefühl hast, wenn du sie ausführst. Wenn du bereit bist, ist es an der Zeit für dein erstes Unterwasserabenteuer an einem Tauchplatz im Freiwasser, d. h. in einem See oder im Meer.

3. Tauchgänge im Freiwasser

Nach deinen Tauchgängen in „Confined Water“ geht es ins Freiwasser (d. h. in einen See oder ins Meer), wo du mit deinem Tauchlehrer vier Tauchgänge machen wirst, die normalerweise auf zwei Tage verteilt werden. Bei diesen Tauchgängen wirst du die jeweilige Unterwasserwelt erkunden. Dabei wirst du die Tauchfertigkeiten anwenden, die du im „Confined Water“ erlernt hast, während du dich an dem erfreust, was die örtliche Unterwasserumgebung zu bieten hat. Die meisten Tauchschüler machen diese Tauchgänge in der Gegend, in der sie wohnen, aber bei PADI gibt es auch die Möglichkeit, seine Tauchausbildung während eines Urlaubs abzuschließen. Dein PADI Instructor kann dir erklären, wie du dich an einen anderen PADI Instructor an einem anderen Ort überweisen lassen kannst.

WAS VERSTEHT MAN UNTER TAUCHAUSRÜSTUNG?

Deine Tauchausrüstung ermöglicht es dir, die Unterwasserwelt zu besuchen, indem sie es möglich macht, dass du unter Wasser atmen, gut sehen und dich bequem fortbewegen kannst. Diese Ausrüstung hilft dir, von einem „Landlebewesen“ ein wenig zu einem „Unterwasserlebewesen“ zu werden – wenn auch nur für eine kurze Zeit. Die Tauchermaske lässt dich klar sehen. Der Atemregler (der auch als Lungenautomat bezeichnet wird) stellt dir die Luft zur Verfügung, die du zum Atmen brauchst. Flossen ermöglichen es dir, effizient zu schwimmen, und ein Nasstauchanzug hilft, dass es dir unter Wasser warm bleibt. Ob du mit dem Tauchen gerade erst beginnst oder bereits ein erfahrener Taucher bist, der sich nach neuer Ausrüstung umsieht – hier wirst du hilfreiche Vorschläge und Tipps finden. Denke daran, dass die drei wichtigsten Überlegungen für die Auswahl von Tauchausrüstung lauten: sie muss dir gut passen, du musst dich darin wohlfühlen, und sie muss für die jeweilige Umgebung angemessen sein. Aber du musst dabei nicht auf eine attraktive Farbgestaltung verzichten, damit du auch in deiner Tauchausrüstung gut aussiehst. Dein örtliches PADI Tauchcenter ist der richtige Ort für weitere Informationen und Beratung, damit du die für dich beste Tauchausrüstung findest.

Lerne mehr über Tauchausrüstung – wie du Ausrüstung wählst, die für dich optimal ist; besuche dazu unsere Seite Tauchausrüstung.

WO WIRST DU DEINE TAUCHAUSRÜSTUNG VERWENDEN?

Du kannst fast überall tauchen, wo es Wasser gibt, und die einzelnen Teile deiner Tauchausrüstung werden nur ein wenig variieren, je nachdem, in welcher Umgebung du tauchst. Tauchausrüstung lässt sich in vier allgemeine Kategorien einteilen, aber einige Teile gehören zu allen Kategorien; deine Tauchermaske zum Beispiel wirst du in allen Tauchumgebungen verwenden.

  • Ausrüstung zum Tauchen in wärmeren Gewässern - In warmem, klarem Wasser brauchst du nur einen minimalen Schutz gegen Kälte und andere Umgebungseinflüsse, sodass du stromlinienförmige Ausrüstungsteile mit geringen Gewicht wählen kannst. Verwende die folgende Tauchausrüstung bei Wassertemperaturen ab 24° C / 75° F.

  • Tauchausrüstung für kühleres Wasser - Wenn du für das Tauchen in Gewässern mit mäßigen Temperaturen ausgerüstet bist, bist du maximal flexibel, weil du damit sowohl in den Tropen als auch in Wasser tauchen kannst, das etwas kühler ist. Die folgende Tauchausrüstung verwendet man bei einer Wassertemperatur von 15-24° C / 60-75° F.

  • Ausrüstung zum Tauchen in kalten Gewässern - Das Tauchen in kühlen/kalten Klimazonen ist häufig spektakulär. Mit einem guten Tauchanzug zum Schutz gegen die Kälte und der richtigen Ausrüstung wirst du dich auch in kaltem Wasser beim Tauchen wohlfühlen. Verwende die folgende Tauchausrüstung, wenn das Wasser kälter als 15° C / 60° F ist.

WELCHE ART AUSRÜSTUNG SOLLTE MAN ZUM TEC TAUCHEN VERWENDEN?

Beim technischen Tauchen (Tec Tauchen) gehen die entsprechend ausgebildeten Taucher über die Grenzen des Sporttauchens hinaus. Das Tec Tauchen erfordert zusätzliche Erfahrung, Ausbildung und (natürlich) Ausrüstung. Sporttaucher benutzen (gewöhnlich) nur eine einzelne Tauchflasche, Tec Taucher hingegen üblicherweise Doppelflaschen oder geschlossene Rebreather (CCR – Closed-Circuit Rebreather), und sie führen zusätzlich eine oder mehrere Flaschen mit, die jeweils mit unterschiedlichen Gasgemischen gefüllt sind. Tec Taucher sind normalerweise mit einem oder mehreren voneinander vollkommen unabhängigen Atemreglern und Tauchcomputern ausgestattet, sowie mit weiteren Backup-Komponenten. Suche dein PADI Dive Center oder Resort auf, um dich über Tec Tauchausrüstung beraten zu lassen; nachfolgend das, was typische Tec Taucher an Ausrüstung verwenden:

  • Haupt- und Reservemaske - Auch wenn als Maske jede Tauchermaske brauchbar ist, bevorzugen Tec Taucher kompakte Masken, die minimalem Wasserwiderstand haben. Für den Fall, dass die Hauptmaske verloren geht oder beschädigt wird, wird in einer Tasche eine Reservemaske mitgeführt.

  • Flossen - Tec Taucher verwenden oft Trockentauchanzüge, die große Flossen mit offenem Fußteil und einstellbarem Flossenband erfordern.

  • Wing-Jacket und Harness - Ein großvolumiges Tarierjacket mit einer Backup-Tarierblase befindet sich zwischen “Harness” (der Befestigung) und Tauchflasche. Die Backup-Tarierblase ist erforderlich, weil ein Tec Taucher vielleicht zu schwer ist, um schwimmend an die Oberfläche zu gelangen, falls das Tarierjacket ausfällt. Das Harness besteht aus einer Einheit mit Schulter-, Bauch- und Schrittgurt, womit die Tauchflasche am Rücken des Tauchers gehalten wird. Ausrüstungsgegenstände können an D-Ringen an Schulter und Hüfte befestigt werden.

  • Haupt- und Zweitatemregler - Der Hauptatemregler verfügt über einen 2 Meter / 7 Fuß langen Schlauch, um im Notfall Atemgas mit einem Tauchpartner teilen zu können. Der Zweitatemregler dient als eigenständige Reserve, falls der Hauptatemregler ausfällt. Der Zweitatemregler wird auch verwendet, wenn man das Atemgas mit einem Tauchpartner teilt und dieser aus dem Hauptatemregler atmet.

  • Doppelflaschen, Dekompressionsflaschen / Stage-Flaschen - Die Tauchflaschen mit großem Fassungsvermögen sind mit komprimierter Luft, Enriched Air Nitrox (EANx) oder Trimix gefüllt, je nach den Anforderungen des Tauchgangs. Eine eigenständige Dekompressionsflasche mit Atemregler wird seitlich am “Harness” eingehängt. Weitere Flaschen werden verwendet, um die Tauchzeit zu verlängern und/oder um ein Atemgas zur Optimierung der Dekompression mitzuführen. Tec Taucher verwenden oft Doppelflaschen.

  • Multigas-Tauchcomputer und Finimeter - Tauchcomputer – ein Haupt-Computer und ein Backup-Computer – verfolgen die Dekompressionsanforderungen und zeigen sie an; sie ermöglichen Tec Tauchern, zwischen den verschiedenen Gasmischungen zu wechseln, um den Dekompressionsvorgang zu optimieren. Falls nicht in die Tauchcomputer integriert, zeigen die Finimeter anhand des Flaschendrucks jederzeit an, wieviel Atemgas sich noch in den Flaschen befindet.

  • Trockentauchanzug - Bietet einen angemessenen Kälteschutz für einen angenehmen Tauchgang, auch über einen längeren Zeitraum.

  • Andere Ausrüstung - Kompass, Schreibtafel, DSMB-Boje, Notfall-Signalmittel, Tauchtabellen als Backup, Tauchermesser, Schere, Sicherheits-Reel, Hebesack.

WIE UNTERSCHEIDET SICH DAS FREITAUCHEN VOM SCHNORCHELN ODER SCHNORCHELTAUCHEN?

Beim Schnorcheln schaut man sich mittels Maske und Schnorchel von der Oberfläche aus die Unterwasserwelt an. Schnorchler müssen über keinerlei Ausbildung verfügen und bleiben die meiste Zeit einfach an der Oberfläche. Das Schnorcheltauchen geht einen Schritt weiter, indem man für kurze Zeit von der Oberfläche abtaucht. Schnorcheltaucher können über eine Ausbildung verfügen, bei der sie bestimmte Fertigkeiten erlernt haben, wie etwa effizientes Abtauchen und Ausblasen ihres Schnorchels. Beim Freitauchen kommen fortgeschrittene Atemtechniken und Abtauchtechniken zur Anwendung, um die Zeit unter Wasser zu erhöhen. Mittels Training lernen Freitaucher, beim Atemanhalten Sauerstoff zu sparen; dabei werden verschiedene Disziplinen des Freitauchens geübt, wie etwa statische Apnoe („static apnea“), dynamische Apnoe („dynamic apnea“), Abtauchen mittels Seil („free immersion“) und Freitauchen mit konstanter Bleimenge („constant weight freediving“).

WIE ERLERNT MAN DAS FREITAUCHEN?

Der PADI Freediver Kurs besteht aus den folgenden drei Teilen – Entwicklung der Kenntnisse, eine Confined Water Lektion und Freiwasserlektionen. Bei der Entwicklung deiner Kenntnisse lernst du, wie dein Körper auf das Atemanhalten reagiert und wie sich der Wasserdruck beim Abtauchen auf dich auswirkt. Weiterhin lernst du etwas über Ausrüstung zum Freitauchen, wichtige Sicherheitsregeln und Buddy-Verfahren.
In Confined Water, zum Beispiel in einem Schwimmbad, erlernst du Atemtechniken und übst dann das Atemanhalten, und zwar beim Treiben an der Oberfläche (statische Apnoe) und beim Schwimmen (dynamische Apnoe). Du übst auch grundlegende Rettungstechniken und lernst deine Rolle als Buddy.
Während mindestens zwei Freiwasserlektionen übst du das Abtauchen mit Atemanhalten, indem du dich entweder selbst an einer Leine nach unten ziehst („free immersion“), oder indem du an der Oberfläche an der Hüfte abknickst und bei konstanter Bleimenge („constant weight freediving“) einer Leine nach unten folgst. Du lernst, deine Tiefe Schritt für Schritt zu steigern, indem du dich entspannst und jeden Tauchgang genießt. Rettungsübungen sind eine weiterer wichtiger Bestandteil der Freiwasserlektionen.

©2019 Sportdiver Design by Amato J.Marco - Videos and Pictures by PADI©

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